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   Entwurf 15.11.2023
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Die große Mär von den teueren und ertragschwachen Solarkraftwerken auf   unseren Privat-Häusern und Balkon-Anlagen.
 Wer ist es eigentlich, der behauptet, „dass Solarstrom im Winter so gut wie  keiner kommt“? 

 Oder:
 „Diese Anlagen sind so teuer, dass eine Amortisierung erst nach zwei  Jahrzehnten möglich ist und dann eine solche Anlage durch Verschleiß erneuert werden muß?“

Ein Beispiel zeigt etwas besseres, was sich belegen und nachrechnen läßt:

 Für ein Einfamilienhaus oder eine Wohnung mit täglich durchschnittlich
 7kW Stromverbrauch ( 2.500 kW/Jahr) zahlt man 2023: bei 0,40EUR/kW =
 1.190,-EUR , inkl. 19% Mwst. im Jahr reine Stromverbrauchskosten,
Dazu braucht man:
 - Ein Solarkraftwerk ohne Netzeinspeisung ( Off-Grid) mit 2400 W-Pik ( 6
   Panel, je 400W-Pik) nur nach Süden ausgerichtet:
 - Einen Akku mit 5,0kW Kapazität;
 - Einen hochwertigen Stromwandler für einphasig 230V / 2000W Leistung max.  Strom  und Ergänzung des Strom durch die Solarenergie am Tag bis 2400W.

 Darüber hinaus eine automatische Zuspeisung des Netzstromes bei größerem Strombedarf als 2000W + Solarstrom (ca. 1000 - 2000W amTag) aus dem Akku. ( z.B. bei Nutzung einer Waschmaschine (2000Wh) und eines Wasserkochers ( bis zu 3000Wh) = 5000Wh = 5kWh. Dies ist jedoch meist nur für einige Minuten erforderlich.
 Eine solche Anlage kostet 2023 (ohne 19% Mwst) in unserem Fall 8.000,-EUR + Kleinmaterial 500,- EUR = 8.500EUR. Dazu kommen die Montagekosten von 25 Stunden durch einen > Elektro-Meisterbetrieb. Dieser muß keine Montage-Lizenz für On-Grid-Anlagen (Anlage mit Netzeinspeisung) haben. Die Montage-Umbaukosten betragen ca. 2.500,-EUR . ( Lizenzierte Meisterbetriebe nehmen meist das Dreifache. )
 Eine solche Anlage erspart 85% des Stromverbrauchs von 2.500 kWh x
 0,40EUR/kWh = 1.000,-EUR , d.h. also Euro 850,- eingesparte Stromkosten.
 Stromkosten. Die Erstehungskosten sind dann ca. 10.000,-EUR bei Wegfall der 19%Mwst. Die Rendite ist dann 8,5% Jährlich – wo gibt es so etwas noch?!

 

 

 

Anders sieht es aus, wenn man ein Solarkraftwerk gleicher Leistung, aber als On-Grid-Anlage erwirbt. Diese kann dann 20 - 50% des freien, ungenutzten Stromes ernten und in das Netz einspeisen ( On-Grid), erfordert aber in der zuvorgenannten Anlage 4 - 6 Solarpennel mehr. ( ca. 2.000,-EUR)

 

 

 

Die Rechnung bei optimistischen 50% Einspeisung:
Die Erstehungskosten sind bei vergleichbaren On-Grid-Anlagen 23.000,- bis
28.000,-EUR ( im Mittel 25.500,-EUR) bei Wegfall der 19%Mwst. (Belegbar mit drei Angeboten von lizensierten Elektromontagefirmen). Hinzu kommen Antragsformalitäten und Wartezeiten bei der Genehmigung. Bei diesen Anlagen werden auch vom Staat Förderungen ermöglicht, sind aber nur wenige 100,-EUR. Eigenleistung ist da auch nicht möglich.
Dazu kommt für die Montage von 25-Stunden durch einen
 Elektro-Handwerksmeisterbetrieb, der eine Lizenz für On-Grid-Anlagen haben muß (Anlage mit Netzeinspeisung) von 4.000,-EUR dazu. (....aber meist mehr )

 

Eine solche Anlage erspart , wie zuvor, 85% des Stromverbrauchs von 2.500
kWh x 0,40EUR/kWh = 1.000,-EUR, d.h. dies sind also Euro 850,- eingesparte Stromkosten.

Hinzu der ins Netz eingespeiste Strom von ca. 2.500 kW x 0,085EUR =
200,-EUR. Zu diesen 200,-EUR muß Einkommensteuer gezahlt werden und eine Gewinn- und Verlustrechnung für das Finanzamt erstellt werden. Dies wird wohl in nächster Zeit verbessert.

 

Dabei wird in dieser Rechnung nicht berücksichtigt, daß die Elektrizitätswerke zudem das Recht haben, den Bezug dieses verkauften Strom aus technischen Gründen abzulehnen. (So geschehen seit langem auch bei den Windrädern.)

 

Der eingesparte Strom liegt dann wieder bei 850,-EUR/Jahr. Der Verkaufte Strom ( bei 0,085EUR/kWh ) = 200,-EUR/Jahr 

 

In Summe 1.050,-EUR
Die Rendite ist dann bei 25.500,-EUR Investition 4,1% Jährlich . Anders gesagt muß mehr als 15.000,-EUR höher investiert werden, um dann 200,-EUR jährlich durch den verkauften Strom zu verdienen. Diese zusätzliche Rendite ist dann für sich gesehen nur noch 1,3%! Wo macht das noch Sinn?
Das Verkaufen von Solarstrom ist also kaufmännisch gesehen nicht rentabel. Da die Kosten für die steuerliche Bearbeitung den Gewinn verbrauchen werden, kommt unterm Strich kein Gewinn.

 

Soweit dieses Beispiel.

 

 

Koffer- und Balkon-Anlagen machen auch Sinn und sind auch für den kleinen Geldbeutel interessant:
Man sollte nicht aus dem Auge lassen, daß ein Balkon-Kraftwerk bis 600Wpik ( bald bis 800Wpik) eine noch preiswertere Alternative für weniger als 2000,-EUR möglich ist, die erstaunliches leisten kann. Der überschüssige Strom von 20 - 40% schenkt mann dann großzügig dem örtlichen Stromanbieter, da der Zähler nicht rückwärtz läuft. Das ist die einfachere Lösung.

 


Das sollte man sich einmal Durchrechnen, denn 80% - 90% unseres
Strombedarfs sind in Summe die Kleinverbraucher wie Licht, Kühlschränke und elektronische Geräte. Das sind über den Tag verteilt meist Stromverbräuche um die 100-200W/h.

 

Auch bei Balkonanlagen sollte mann einen 1 - 2 Kwh-Gel-Akku verwenden, um in der Dunkelzeit fleißig Strom zu verbrauchen ( ab 75,- bis 500,-EUR ). Insbesondere Singelhaushalte haben einen geringen Strombedarf, bei dem diese Koffer- oder Balkonkraftwerke voll ausreichend
sind.

 

Die Rendite liegt bei angenommenen Jahresstromverbrauch eines Kleinhaushaltes von 1000kW/Jahr nach obigem Schema berechnet bei 400Kw Stromersparnis/Jahr x 0,40EUR/kW = 160EUR/Jahr bei weit über 20%!
Hier ist also ein kleiner 1kW-Akku sinnvoll ( Größe eine Auto-Batterie), da so der Solarstromm in der dunklen Zeit genutzt werden kann und ebenfalls eine Ersparnis von 40% und mehr die Regel werden kann.

 

 

 

Die eingangs gestellt Frage, wer ist es....?:

 

Das ist die falsche, gängige Vorstellung, die von Photovoltaik-Anlagen-Planern verbreitet wird, und nicht nachgeprüft wird: Es wird eine Wirtschaftlichkeit der Stromeinspeisung suggeriert, mit der man   "...ach, soviel Geld verdienen kann....".

 

Ps: Ab Mitte Oktober bis Ende Februar geht die Stromerzeugung auf  ca. 25% herunter. Im April 2024 werde ich dann mit der dann 1-jährigen Erfahrung den Text überarbeiten.

Tipp: Solarpanel fast senkrecht hängend nach SÜD-OST bis Süd-West montiert fangen die Flachstehende Sonne in der Solarstromschwachen Zeit besser ein, dafür dann nicht so gut im Sommer, wo es ja eher mehr Strom gibt.

 

 

Rudolf Mensebach

Oldenburger Str. 29

50737 Köln

 

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